Tiefgründung der praktische Ratgeber

Tiefgründung der praktische Ratgeber

Tiefgründung oder Bodenplatten sind die Teile der Konstruktion, mit denen die auf die Konstruktion einwirkenden Lasten und Überlasten auf den Boden übertragen werden. Ihr Ziel ist es, die Konstruktionskräfte auf den Boden zu übertragen, um die Stabilität des Bauwerks zu gewährleisten und mögliche Störungen im Bauwerk zu begrenzen.

Die Wahl des Fundamenttyps hängt von der Art der Konstruktion und der Beschaffenheit des Grundstücks ab. Wenn die flache Bodenschicht keine ausreichenden mechanischen Eigenschaften hat, um die Konstruktion zu stützen, wird der richtige Boden in größerer Tiefe gefunden: das sind die tiefen Fundamente.

In welchen Fällen sollten Tiefgründungen eingesetzt werden?

Tiefgründungen werden empfohlen, wenn der Boden von Natur aus instabil ist (Lehmboden) oder Störungen ausgesetzt ist, die eine Gefahr für den Menschen und die zukünftige Struktur darstellen (Setzungen, Erdrutsche usw.). Der Einsatz von Tiefgründungen ist auch dann gerechtfertigt, wenn die geplante Baulast erheblich ist (Kollektivbauten) oder bei Nachbarbauten (Nebenbauten) oder Tiefgaragen (Parkhäuser).

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Eigenschaften von Tiefgründungen

Tiefe Fundamente werden gelegt, wenn der gute Boden tiefer als 6 m ist. Darunter werden halbtiefe Fundamente verwendet, wenn die Aushubtiefe zwischen 3 und 6 m liegt und flache Fundamente, wenn die Fundamentschicht weniger als 3 m tief ist. Die so genannten Tiefgründungen werden auf Stahlbetonpfählen, bei der Pfahlgründung, abgestützt, vor Ort gegossen oder im Werk vorgefertigt. Diese Pfähle haben einen Durchmesser von 0,60 m bis 2,50 m und können je nach Richtung der auf den Boden zu übertragenden Lasten vertikal oder geneigt sein. Die Verbindung der Pfahlköpfe wird durch waagerechte Balken, so genannte Schweller, gewährleistet.

Hinweis: Pfähle können eine maximale Tiefe von 60 m erreichen.

Tiefgründungsbautechniken

Tiefgründungen können je nach Pfahlart mit unterschiedlichen Techniken ausgeführt werden. Am häufigsten werden Rohrbohrpfähle verwendet: Der Boden wird mit speziellen Maschinen bis zur gewünschten Tiefe abgetragen. Das Betonieren erfolgt mit einem Tauchrohr.

Es gibt auch andere Realisierungstechniken, wie die mit Schlamm gebohrten Pfähle, die Pfähle mit Schnecke oder die Stäbe.

Diese Art der Gründung erfordert spezielle Ausrüstung und Know-how. Nur auf diesem Gebiet spezialisierte Unternehmen sind in der Lage, diese Arbeiten durchzuführen.

Tiefgründungen: Welcher Preis?

Diese Art von Fundament ist wegen der Notwendigkeit von Bohrungen teuer. Andere Faktoren wie die Zugänglichkeit des Geländes, die Art der Pfähle können die Endkosten erhöhen. Für ein Einfamilienhaus beispielsweise kosten Pfahlgründungen zwischen 15 000 und 20 000 €.

Weblinks:

N-Tv.de

Immowelt.at

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